Über das Atelier Achberger – Kunst mit Geschichte und Charakter
Entdecken Sie die Geschichte hinter Atelier Achberger und erfahren Sie, wie die Idee zu den Zunftbildern entstand.
Atelier Achberger, Dresden – Handwerk mit Geschichte.
Kurzbiographie
Meine Leidenschaft für die Malerei steht am Anfang meiner Arbeit. Besonders die Aquarellmalerei fasziniert mich, weil sie Präzision und Freiheit miteinander verbindet. Eine klare Zeichnung trifft auf zurückhaltende Farben, weiche Übergänge und jene lebendige Oberfläche, die sich nie vollständig kontrollieren lässt. Genau darin liegt für mich ein besonderer Reiz.
Mit der Zeit begann ich mich immer stärker für historische Berufsdarstellungen, alte Meisterbriefe und Zunfturkunden zu interessieren. Mich faszinierte, wie viel Geschichte, Stolz und Identität in diesen Bildern steckt. Zünfte waren weit mehr als berufliche Vereinigungen – sie prägten Ausbildung, Gemeinschaft, Handwerkstraditionen, Symbole und das Selbstverständnis ganzer Berufe.
Aus dieser Verbindung von Malerei und Zunftgeschichte entstand schließlich die Idee zu meinen Zunftbildern. Ich wollte Berufe nicht einfach nur darstellen, sondern ihnen eine eigene Atmosphäre und Geschichte geben. Deshalb gehört für mich zu jedem Motiv auch ein passendes Gedicht. Bild und Wort sollen sich ergänzen und gemeinsam etwas über einen Beruf erzählen – über sein Können, seine Traditionen, seine Werkzeuge und vor allem über die Menschen, die ihn ausüben.
Viele Motive entstehen auf Grundlage eigener Zeichnungen, Skizzen und Malereien. Je nach Bild können aber auch moderne generative KI-Werkzeuge Teil des Ausgangsmaterials sein. Anschließend wähle und überarbeite ich die Motive persönlich und arbeite sie, unter anderem in Krita, weiter aus. Texte, Gedichte, Layout, Komposition und die endgültige Gestaltung jedes Zunftbildes entstehen persönlich durch mich.
Mein eigener Weg zur Kunst verlief dabei alles andere als geradlinig. Nach meiner Ausbildung zum Kaufmann für Bürokommunikation führte mich mein Leben zunächst in andere berufliche Bereiche und später als Performancekünstler ins Ausland.
Ich lebte vier Jahre in Spanien, vier Jahre in London und zwei Jahre in Australien. Die unterschiedlichen Kulturen, Begegnungen und Lebenswege, die ich dort kennenlernen durfte, haben meinen Blick auf Menschen stark geprägt. Mit Australien bin ich bis heute eng verbunden, denn dort lebt meine Tochter.
Auch innerhalb meiner Familie spielte Kunst schon früh eine wichtige Rolle. Mein Vater arbeitete als Airbrush-Künstler, mein Bruder beschäftigte sich intensiv mit Ölmalerei. Dadurch lernte ich früh, dass ein Bild mehr sein kann als eine bloße Darstellung. Es kann Persönlichkeit, Erinnerung, Erfahrung und Haltung transportieren.
Heute fließen all diese Einflüsse in meine Arbeit ein: meine Leidenschaft für Aquarell, mein Interesse an Zunft- und Berufsgeschichte, meine eigenen Erfahrungen und die Möglichkeiten moderner digitaler Gestaltung.
Ich möchte historische Zunftkunst dabei nicht einfach kopieren. Mein Ziel ist es, ihre Bildsprache und ihren Geist in eine zeitgemäße Form zu übersetzen. So entsteht jedes Zunftbild als Verbindung aus Malerei, Geschichte und Gedicht – als persönliche Würdigung eines Berufes und der Menschen, die ihn mit ihrem Können und ihrer Erfahrung geprägt haben.