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Berühmter Handwerker · Baumeister · Stadtwerkmeister

Elias Holl

Elias Holl wuchs in einer Augsburger Bauhandwerkerfamilie auf und lernte bei seinem Vater. Als Stadtwerkmeister prägte er später das Gesicht Augsburgs – vor allem mit dem Rathaus, einem der bedeutendsten Profanbauten der deutschen Renaissance.

Geboren
28. Februar 1573 in Augsburg
Gestorben
6. Januar 1646 in Augsburg
Handwerk
Baumeister
Berühmt für
Augsburger Rathaus
Elias Holl im Kupferstich von Lucas Kilian 1619
Kupferstich von Lucas Kilian, 1619 – ein zeitgenössisches Porträt Holls. Das Blatt ist gemeinfrei. Bildquelle

Geburt in einer Bauhandwerkerfamilie

Elias Holl wurde am 28. Februar 1573 in Augsburg geboren. Sein Vater Johannes Holl war selbst Baumeister. Die Familie war über mehrere Generationen im Bauhandwerk verwurzelt.

Für Elias bedeutete das unmittelbaren Zugang zu Baustellen, Werkzeugen, Materialkalkulation und den organisatorischen Problemen des Bauens. Bauhandwerk war Familienwissen.

Kindheit und Ausbildung

Bereits als Zwölfjähriger nahm der Vater Elias in die Lehre. Er lernte auf realen Baustellen und arbeitete an Projekten mit, die mit bedeutenden Augsburger Auftraggebern verbunden waren.

Später führten ihn Reisen nach Italien. Dort studierte er Architektur und Bauformen, die in Augsburg mit der lokalen Baupraxis verbunden wurden. Entscheidend blieb: Holl war nicht nur Entwerfer, sondern ausgebildeter Werkmeister.

Vom Meister zum Stadtwerkmeister

Holl übernahm zunehmend große öffentliche Bauaufgaben. 1602 wurde er Stadtwerkmeister in Augsburg. Damit war er für Planung, Baustellenorganisation und technische Umsetzung städtischer Projekte verantwortlich.

Eine solche Stellung verlangte weit mehr als Stilgefühl. Fundamente, Mauerwerk, Dachstühle, Materiallieferungen, Handwerkerkoordination und Kosten mussten beherrscht werden. Holl stand damit an der Schnittstelle von Handwerk, Verwaltung und Architektur.

Das Augsburger Rathaus

Holls berühmtestes Werk ist das zwischen 1615 und 1624 errichtete Augsburger Rathaus. Seine klare Fassadenordnung und der Goldene Saal machten es zu einem Symbol der Stadt.

Auch der Perlachturm und weitere Bauten sind mit Holl verbunden. Seine Karriere wurde jedoch von den konfessionellen Konflikten des Dreißigjährigen Krieges beeinflusst; als Protestant verlor er zeitweise sein Amt.

Persönlicher Lebenslauf

  1. Geburt in Augsburg.
  2. Lehre beim Vater Johannes Holl.
  3. Reisen und fachliche Erweiterung, darunter Italienaufenthalte.
  4. Berufliche Einschnitte durch konfessionelle Politik.
  5. Tod in Augsburg.

Beruflicher Lebenslauf

  1. Ausbildung im väterlichen Bauhandwerk.
  2. Ernennung zum Augsburger Stadtwerkmeister.
  3. Planung und Bau des Augsburger Rathauses.
  4. Zahlreiche öffentliche Bauprojekte und städtische Aufgaben.
  5. Noch einmal im städtischen Amt tätig.

Porträt und Rathaus

Quellen

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