Unterrichtsmaterial · Modul 10

Historische Quelle oder modernes KI-Bild?

Herkunft prüfen statt Bilder raten: mit zwei Herkunftskarten, einem Quellenpass und Aufgaben zur Aussagekraft historischer und heutiger Darstellungen.

Klasse 7-10 empfohlen45 Minuten Kern; bis 90 Minuten mit Erweiterung2 PDFs · 10 SeitenDauerhaft kostenlos · Lösungen separat

Ein Quellenpass statt einer Stil-Vermutung

Eine Herkunftskarte beschreibt ein überliefertes Handwerkerbild, die zweite eine heutige Berufsillustration. Die Lernenden prüfen, welche Angaben tatsächlich vorliegen, und welche Behauptungen sich daraus nicht ableiten lassen.

Beispielaufgabe: Eine Datei heißt „Schmiede_1500.jpg“. Beweist der Name, wann das Bild entstanden ist? Welche zusätzliche Information wäre nötig?

Der vollständig nutzbare Kern enthält Textkarten, keine historischen Bildreproduktionen. Für die optionale Bildbetrachtung stellt die Lehrkraft die verlinkten Bilder vorab bereit. Eine visuelle KI-Erkennung wird nicht als sicherer Nachweis vermittelt.

Zu den beiden PDFs
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6 Seiten · Schülerfassung

Arbeitsheft

Arbeitsgrundlagen, nummerierte Aufgaben, Schreibflächen, Transfer und Quellenhinweise. Ohne versehentlich beigefügte Musterlösungen.

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4 Seiten · Lehrkräfte

Handreichung mit Lösungen

Vorbereitung, Zeitplanung, Erwartungshorizont, Basis- und Vertiefungshilfen sowie ein anpassbares Rückmelderaster.

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Dauerhaft kostenlos, ohne Anmeldung oder Kauf. Die PDFs öffnen sich in einem neuen Tab und lassen sich dort speichern oder ausdrucken.

So kann die Unterrichtsstunde ablaufen

  1. 5 Minuten: Herkunftsfragen sammeln, ohne anhand des Stils zu urteilen.
  2. 10 Minuten: Die zwei Karten lesen und Entstehung, Aufbewahrung und Zweck markieren.
  3. 10 Minuten: Aussagen prüfen und passende Forschungsfragen formulieren.
  4. 15 Minuten: Quellenpass ausfüllen und eine irreführende Beschriftung verbessern.
  5. 5 Minuten: Den erfundenen Dateinamen-Fall diskutieren und ein Ergebnis sichern.

Für eine Doppelstunde kommen die vorbereitete Bildbetrachtung, Partnerprüfung und schriftliche Überarbeitung hinzu. Die Zusatzaufgabe ist getrennt vom textbasierten Kern gekennzeichnet.

Hilfen und Vertiefung

Basis: Original, Wiedergabe und Darstellung trennen

Die drei Begriffe gemeinsam klären und Textstellen markieren. Ein Satzanfang hilft: „Die Karte belegt …, aber nicht …“. Fehlende Angaben dürfen als „nicht angegeben“ stehenbleiben.

Vertiefung: Auch historische Bilder kritisch untersuchen

Nach Auswahl, Auftrag, Zweck und späterer Bearbeitung fragen. Ein überliefertes Bild ist nicht automatisch eine neutrale Abbildung des gesamten Berufsalltags. Ein heutiges KI-Bild kann wiederum für Fragen nach heutigen Vorstellungen relevant sein.

Rückmeldung statt bloßer Trefferquote

Das Raster prüft Herkunftsangaben, Zeitebenen, materialbezogene Begründung und benannte Grenzen. Bewertet wird nicht, wie oft jemand ein Bild optisch als KI vermutet hat.

Fundstellen der Herkunftskarten

Germanisches Nationalmuseum: Forschungsprojekt zu den Hausbüchern

Historisches Digitalisat und Dateibeschreibung: Mendel I 003 r

Eigenes Beispiel einer gegenwärtigen Berufsillustration: Bäcker

Die KI-Zuordnung des eigenen Motivs folgt der Angabe des Herausgebers. Sie wird nicht als durchgeführte forensische Prüfung ausgegeben. Eine Originalabbildung ist nicht Teil des PDFs; bei zusätzlicher Verwendung fremder Bilder deren Nutzungshinweise prüfen.

Redaktioneller Stand und Nutzung

Die eigenen Aufgaben und Raster dürfen kostenlos für den eigenen schulischen Unterricht kopiert und angepasst werden. Quellen- und Herausgeberangaben bleiben erhalten. Verlinkte fremde Bilder und Texte sind damit nicht pauschal zur Veröffentlichung freigegeben.

Version 1.0 · 14. September 2026 · Atelier Achberger / Zunftbild.de. Noch nicht schulisch erprobt oder extern didaktisch begutachtet. Klassenstufen und Zeitangaben sind Empfehlungen, keine geprüfte Lehrplanzuordnung oder Barrierefreiheitszertifizierung.